Susanne Haeberle

Psychologische Beratung & Coaching

Waldenwerkstatt
Hüttenweg 3, 67659 Kaiserslautern
Tel. 0631 31053831 - info@waldenwerkstatt.de

Selbst-bewusst statt Dritt-bestimmt

Über mich

Susanne Haeberle

Nach ganz klassisch gehaltenen Jahren wie Abitur, Studium und Karrierejahren in der freien Wirtschaft (Touristik) gestaltete sich die prägendste Zeit in der touristischen Dekade bei namhaften Veranstaltern des Trekking- und Expeditionstourismus. In Formen der Büroleitung, der Abteilungsleitung und des Produktmanagements lernte ich das gesamte Know-how der Branche weltweit kennen, ebenso die Arbeit mit Flugrechnern von American Airlines, Delta Air Lines usw. Am interessantesten waren die Entwicklungen von Trekking- und Expeditionstouren im Rahmen des kulturellen Völkeraustausches. Der dabei gewonnene, sehr vertiefende Eindruck erweiterte auch mein Gedankengut entscheidend. Entwicklungen von meditativen Reisen in Wüsten und Hochgebirge und Zusammentreffen mit "Urbevölkerungen" taten ein Weiteres dazu. In dieser Zeit war ich Gast in der Radiosendung "SWR 3 – Leute".

Es folgte eine Zeit der neuen Ideen- und Visionsentwicklungen, die sich dann auch noch in andere als gedachte Richtungen ereigneten. Dazu zählte auch die Zeit des Lebens in einer Art Bannwald an der deutsch-französischen Grenze in Scheibenhardt, zusammen mit Psychologen und Ergotherapeuten. Das Leben mitten im Wald brachte Veränderungen und innere Zentrierungen mit sich, die sich im Erleben von Henry David Thoreau wiederfinden, 250 Jahre zuvor beschrieben im Buch "Walden". Dieses Buch fand ich nach der Zeit im Bannwald in einem Antiquariat. Mittlerweile hatte sich eine weitere Ausbildung des Coachens, des B. Sc. Psychologie und der Psychotherapie (HeilPrG) angeschlossen und damit auch die Begründung und Leitung der psychologischen Beratungspraxis "Waldenwerkstatt", benannt nach dem Buch von Thoreau.

Farben der Waldenwerkstatt

Das Schneeglöckchen zeigt zwei gegensätzliche und sich doch bedingende Elemente in seinen Farben. Das Weiß – die Winterfarbe – die mit Kälte und Kargheit verbunden ist, das Zeichen der "brachliegenden" Natur und gleichzeitig das leuchtende, die Seele erfrischende helle Grün – das Zeichen des kommenden Frühlings. Die Farben des Schneeglöckchens sind auch unsere Praxisfarben, weil wir mit unserer Arbeit eine Ganzheit auf verschiedenen miteinander verbundenen Ebenen darstellen und zwar nach dem Prinzip des "sowohl – als auch"- und nicht nach dem "entweder – oder"-Denkens. Sich gegenüberliegende Dinge bedingen sich in ihrer Gegensätzlichkeit und ermöglichen ausschließlich im Miteinander eine komplexe Balance. So entsteht der diesem Ganzen eigene Rhythmus.

"Es ist ein angenehmes Geschäft,
die Natur und zugleich sich selbst zu erforschen."

J. W. von Goethe

Henry David Thoreau als Namensgeber

"Sollten wir uns denn immer nur bemühen, ein Mehr an irdischem Besitz zu erlangen und uns nicht manchmal lieber mit weniger begnügen?" Das ist die große Lebensfrage, die der amerikanische Romantiker Henry David Thoreau (1817-1863) in seinem Buch "Walden" (1854) aufwirft. Und die berühmte Antwort, die er darauf findet, lautet: "Ein Mensch ist umso reicher, je mehr Dinge zu entbehren er sich leisten kann."

Die Familie Thoreaus stammte aus Frankreich, wanderte wegen des protestantischen Glaubens im 17. Jahrhundert nach England aus. In Concord (USA) wurde Henry D. Thoreau am 12. Juli 1817 als das dritte von vier Kindern geboren. Seine Eltern (Vater Kaufmann, Mutter Amerikanerin schottischer Abstammung) schickten ihn mit einem kleinen Stipendium aufs Harvard College. Dort legte er den Grundstein zu einer gediegenen Belesenheit in klassischen Sprachen, in englischer Literatur und in deutscher Sprache, insbesondere Texte von Goethe. Er verdingte sich als Volksschullehrer in Concord, aber als körperliche Züchtigung der Schüler von ihm verlangt wurde, quittierte er den Dienst und gründete mit seinem älteren Bruder John eine Privatschule. Einige Zeit später, nach dem Tod seines Bruders und anderen Ereignissen, gab ein zentrales Erlebnis seinem Leben neuen Inhalt: sein zweijähriger Aufenthalt in der selbstgezimmerten Blockhütte am Waldensee (1845-1847). Er verfolgte mit dieser naturnahen Lebensführung den Zweck, mit sich selbst ins Reine zu kommen und von den Dingen des alltäglichen Lebens philosophischen Abstand zu nehmen.

"Wie können wir eine Gedankenernte erwarten, wenn wir keine Saatzeit des Charakters gehabt haben?" Thoreaus Saatzeit war dieser Aufenthalt am Waldensee. Verbunden mit dem Gedanken: "Wenn du Luftschlösser baust, braucht deine Arbeit nicht umsonst zu sein; die Schlösser gehören in die Luft, du aber errichte die Fundamente darunter." Thoreau nannte sich einen "Realometer", einen "Wirklichkeitsmesser", und wenn sein Blick zu den Sternen strebte, so stand er doch mit beiden Beinen fest auf der Erde. Seine Naturbeschreibungen sind genaueste Aufzeichnungen des tatsächlichen Verhaltens der Tiere und Pflanzen oder der Vorgänge in der Natur. Er gewinnt gleich den Transzendentalisten wie Emerson, einem seiner Gönner, die Erkenntnis, dass natürliche Phänomene die Symbole geistiger Tatsachen sind, Leben in Analogie zu natürlichen Entwicklungen im Sinne metaphysischer Bedeutung. Entschleunigung, Stille aushalten, Aufgabe des Überflüssigen und freiwillige Beschränkung waren seine Ziele. Diese Ziele sind sehr gut auf die heutige Zeit übertragbar.


Deshalb heißt die psychologische Beratungs- und Coachingpraxis auch "Waldenwerkstatt", denn in diesem Buch "Walden" (das vom Namen des Waldensees, an dem Thoreau einige Zeit lebte, abgeleitet wird) finden sich elementare Grundthemen des gesamten Lebens wieder, die wir leider oft vergessen. Das Leben ist zudem nicht statisch, sondern ein Fluss – eine regelrechte Werkstatt im positiven Sinne. Walden plus Werkstatt beschreibt die Arbeit knapp und präzise und prägt so den Praxisnamen.